Bikepacking Italien — Routen
Gruppen Bikepacking Touren: Warum gemeinsam bikepacken besser ist & wie du Reisepartner findest
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Bikepacking Italien: Die besten Fahrrad Reisetouren in Italien

Diese Übersicht zu Bikepacking Italien stellt die wichtigsten Routen vor – von Alpenquerungen über Flusstäler bis zu Küsten- und Inselabschnitten. Du findest kurze Charakteristiken zu Distanz, Schwierigkeit und Roadbike‑Tauglichkeit sowie handverlesene Komoot-Sammlungen für GPX/Track‑Downloads. Wenn du unterwegs eine Mitfahrgelegenheit suchst, geben die Abschnittsbeschreibungen Hinweise, wie du auf Bikepacking‑Partner passende Reisepartner finden kannst.


Fakten-Tabelle (Lage, Länge, Höhenmeter, Roadbike geeignet)

Bikepacking Tour:Ciclovia del Sole (EV7, italienischer Anteil) Location:Alpen → Po‑Ebene → Mittelmeer (Grenze AT → Süditalien Varianten) Länge:Der gesamte EV7 ist deutlich länger; italienische Abschnitte summieren sich auf mehrere hundert km (regional unterschiedlich) Höhendifferenz:Abschnittsweise (Alpen→Ebene) nennenswerte Anstiege Roadbike geeignet:No — viele Abschnitte sind als Radwege oder Nebenwege angelegt; nicht überall durchgehend Asphalt
Bikepacking Tour:Alpe Adria Radweg (Alpe Adria) Location:Ursprung in Salzburg (AT) → Friaul / Adria (ITA) Länge:~410 km (gesamt; AT+IT: ~410 km) Höhendifferenz:Moderate Anstiege; Gebirgseinstieg in AT Roadbike geeignet:Yes — größtenteils asphaltiert und als Radweg sehr gut ausgebaut (italienischer Abschnitt in der Ebene/Adria gut fahrbar für Rennräder)
Bikepacking Tour:Via Claudia Augusta (ital. Teil) Location:Alpenüberquerung (D/AT → Südtirol / Veneto) Länge:Das Gesamtprojekt ~700+ km; italienischer Abschnitt mehrere hundert km je Quelle Höhendifferenz:Alpine Anstiege im Grenzbereich Roadbike geeignet:Yes — in den italienischen Abschnitten überwiegend asphaltiert / gut für Rennräder (bergige Abschnitte aber anspruchsvoll)
Bikepacking Tour:Tuscany Trail Location:Toskana (zentral‑westliches Italien) Länge:Event‑Route ~600–700 km (variiert je Edition) Höhendifferenz:Mehrere Tausend Meter (dependiert auf Variante) Roadbike geeignet:No — der Tuscany Trail ist ausdrücklich eine Gravel/Mixed‑Surface‑Route; nicht ausschließlich asphaltiert
Bikepacking Tour:Sellaronda / Dolomiten Rundfahrt Location:Dolomiten (Südtirol / Veneto) Länge:ca. 50–60 km (klassische Rundschleife); viele längere Dolomiten‑Routen möglich Höhendifferenz:Intensive Anstiege je Rundkurs (mehrere 1000 m je Tour möglich) Roadbike geeignet:Yes — klassische Sellaronda verläuft auf asphaltierten Pässen und ist beliebt bei Rennrädern
Bikepacking Tour:VenTo / Po‑Tal Radroute Location:Po‑Ebene (West‑Ost: Poquellen → Adria in Abschnitten) Länge:Mehrere hundert km (je Abschnitt) Höhendifferenz:Flach bis leicht wellig Roadbike geeignet:Yes — viele Po‑Ebene‑Abschnitte sind asphaltiert und für Rennräder geeignet
Bikepacking Tour:Sizilien Küstenabschnitte (Beispiele) Location:Siziliens Ost‑/Südküste, Westküste (regionale Varianten) Länge:Regionale Routen: 100–600 km je ausgewählter Korridor Höhendifferenz:Varierend; Küstenabschnitte meist moderat Roadbike geeignet:Yes — viele Küstenstraßen asphaltiert; einzelne Schotterabschnitte möglich (abhängig von Variante)

Hinweis: Längen und Höhenmeter sind gerundet und beziehen sich auf dokumentierte, etablierte Quellen und Routenbeschreibungen. Roadbike‑Eignung wurde streng interpretiert: "Yes" nur wenn die Route durchgehend asphaltierte/fest gebundene Wege ohne nennenswerte Schotter‑ oder Trailabschnitte aufweist.


Via Francigena (Italienisches Teilstück)

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Historischer Pilgerweg von Aosta / Grenzraum durch die Po‑Ebene nach Rom und weiter in den Süden. Varianten und regionale Abschnitte existieren; Wegbeschaffenheit wechselt zwischen Asphalt, Feldwegen und historischen Pfaden.

Erweiterte Beschreibung: Die Via Francigena ist ursprünglich ein Pilger- und Handelsweg, der von Canterbury nach Rom führt; das italienische Kernstück beginnt typischerweise im Aosta‑Tal bzw. bei der Großen Alpenüberquerung und führt über Piemont und die Po‑Ebene nach Rom (je nach Variante weiter bis nach Apulien / Süditalien). Die Route kombiniert Kirchen, mittelalterliche Dörfer, Weinregionen und landwirtschaftliche Ebenen. Für Bikepacker bedeutet das: wechselnde Untergründe (z.T. historische Pflastersteine, unbefestigte Feldwege) und variable Infrastruktur – in den größeren Orten leicht, in abgelegenen Abschnitten sparsamer. Planungstipps: Tagesetappen zwischen 50–120 km möglich, abhängig von Oberfläche und Höhenmetern; beste Jahreszeiten sind Frühling und Herbst (weniger Hitze, weniger Touristen). Logistisch ist die An-/Abreise gut möglich über Zugverbindungen nach Aosta, Turin, Mailand und Rom; in ländlichen Abschnitten empfiehlt es sich, Schlafplätze vorher zu recherchieren.

  • Lage: Aosta → Rom → (Süditalien Varianten)
  • Länge: Gesamtheitliche italienische Abschnitte ~1.000+ km (je Variante)
  • Untergrund & Infrastruktur: Asphalt, Schotter, Feldwege, historische Pfade; Dienste in Städten vorhanden, in ländlichen Abschnitten eingeschränkt.
  • Roadbike geeignet: Nein — viele unbefestigte Abschnitte; teils Pilgerpfadcharakter.
  • Praktischer Tipp: Karten/GPX von offiziellen Via Francigena‑Portalen oder regionalen Wandervereinen verwenden; Etappen flexibel planen, um historische Orte zu besuchen.

Ciclovia del Sole / EuroVelo 7 (italienische Abschnitte)

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Teil des EuroVelo‑7‑Korridors; führt teils entlang befestigter Radwege, teils über Nebenstraßen. In Italien bestehen mehrere Teilabschnitte mit unterschiedlichem Ausbaugrad.

Erweiterte Beschreibung: EuroVelo 7 ("Sun Route") durchquert Europa Nord‑Süd; in Italien ist sie nicht durchgängig einheitlich ausgebaut – einige Abschnitte nutzen lokale Ciclovia‑Projekte oder vorhandene Flussufer‑Radwege, andere führen über ruhige Nebenstraßen. Charakteristisch sind lange Tagesetappen in flacheren Bereichen (Po‑Ebene) und technisch anspruchsvollere Teilstücke in bergigeren Abschnitten. Für Gruppen ist die Route attraktiv wegen zahlreicher Versorgungsmöglichkeiten in Städten und weil sie viele touristische Highlights tangiert. Planung: abschnittsweise fahren und vorher prüfen, welche Teile als durchgehend asphaltierte Radwege gekennzeichnet sind.

  • Lage: Alpen → Po‑Ebene → Mittelmeer (verschiedene Abschnitte in IT)
  • Roadbike geeignet: Nein — nicht überall durchgehend asphaltiert; viele Abschnitte aber für Tourenräder geeignet.
  • Praktischer Tipp: EuroVelo‑Informationsseiten & regionale Ciclovia‑Portale für aktuelle Beschaffenheits‑Infos prüfen; GPX‑Tracks abschnittsweise laden.

Alpe Adria Radweg

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Beliebte, sehr gut ausgeschilderte Radroute von Salzburg (AT) bis zur Adria (Grado/Monfalcone Bereich). Italienischer Abschnitt führt meist über gut ausgebaute, asphaltierte Radwege und Nebenstraßen.

Erweiterte Beschreibung: Die Alpe Adria Radroute ist international gut dokumentiert und verbindet Salzburg mit der italienischen Adria‑Küste. Auf italienischem Boden dominieren gut ausgebaute Radwege, flache bis moderat wellige Abschnitte und zahlreiche Servicepunkte (Unterkünfte, Reparaturstellen). Die Gesamtstrecke wird oft in 6–8 Etappen gefahren; sie ist beliebt für Einsteiger und Gruppen, da viele Abschnitte autofrei oder verkehrsberuhigt sind. Anreise per Zug nach Salzburg oder Udine; Rückreise über Triest/Venedig oder per Bahn aus der Po‑Ebene. Beste Reisezeit: späte Frühling–Sommer und früher Herbst, wegen angenehmer Temperaturen.

  • Länge: ~410 km (gesamt AT+IT)
  • Höhenmeter: Moderat; leichter Anstieg bis zur Alpenrandzone in Österreich.
  • Roadbike geeignet: Ja — überwiegend asphaltiert und radwegsorientiert.
  • Praktischer Tipp: Unterkunftsangebote entlang der Strecke im Voraus prüfen, besonders in der Hochsaison.

Via Claudia Augusta (ital. Abschnitte)

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Historische Alpenüberquerung mit modernem Radwegausbau in vielen Abschnitten; der italienische Abschnitt ist überwiegend asphaltiert.

Erweiterte Beschreibung: Die Via Claudia Augusta folgt im Wesentlichen alten römischen Handelswegen über die Alpen. In den italienischen Abschnitten (Südtirol, Trentino, Veneto) sind viele Strecken asphaltiert und gut für Rennräder geeignet; die Route ist in mehrere klar beschriebene Etappen unterteilt. Charakteristisch sind Panoramen über Täler und historische Orte, sowie einige anspruchsvollere Pässe auf der Route. Für Bikepacker bieten sich Varianten an — kürzere Tagesetappen in bergigen Abschnitten oder längere Transferetappen auf der Po‑Ebene. Infrastruktur: gute Beschilderung, touristische Services in den Hauptorten.

  • Länge: Gesamtprojekt ~650–700 km je Variante (Donauwörth → Altino/Ostiglia Varianten).
  • Roadbike geeignet: Ja — in den italienischen Abschnitten durchgehend asphaltierte Straßen und Radwege (bergig).
  • Praktischer Tipp: Bergabschnitte erfordern passende Übersetzungen und Kondition; bei schlechter Witterung Alternativrouten prüfen.

Tuscany Trail

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Bekannte Bikepacking/Gravel‑Route und Event (keine reine Asphalt‑Route). Viele Abschnitte Schotter und Mixed‑Surface.

Erweiterte Beschreibung: Der Tuscany Trail ist primär als Bikepacking‑Event bekannt und führt über eine Mischung aus Schotterwegen, kleineren Landstraßen und historischen Tracks durch das Herz der Toskana. In den offiziellen Event‑Versionen gibt es in der Regel zwei Routenoptionen (lange Originalroute und kürzere Newbie‑Variante). Charakteristisch sind technische Abschnitte mit wechselnden Belägen, viele steile Rampen auf toskanischen Hügeln und enge, verwinkelte Orte. Der Trail ist besonders reizvoll wegen Landschaft, Essen und Kultur, verlangt aber passende Reifen/Geometrie (Gravel oder MTB empfohlen). Da es sich um ein Event mit Teilnehmern handelt, ist die Organisation (Startpunkt, Checkpoints, Karten) gut ausgearbeitet.

  • Länge: Varriert (typisch ~440–700 km historisch; aktuelle Eventroute meist ~440–450 km für die lange Version; kurze Variante existiert).
  • Höhenmeter: Mehrere tausend Meter (typisch 4–5.000 m je langer Route).
  • Roadbike geeignet: Nein — Gravel/Mixed‑Surface vorgesehen; Rennräder nicht optimal.
  • Praktischer Tipp: Reifenwahl, Werkzeug & Verpflegung gut planen; Navigation auf GPX folgen, da Wegweisung in historischen Dörfern verwirrend sein kann.

Sellaronda / Dolomiten Rundfahrt

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Klassische Alpenrunde in den Dolomiten über asphaltierten Pässen; beliebte Rennrad‑ und Mountainbike‑Varianten.

Erweiterte Beschreibung: Die Sellaronda ist eine eindrucksvolle Rundfahrt um das Sella‑Massiv mit vier Passüberquerungen (Campolongo, Pordoi, Sella, Gardena) und spektakulären Ausblicken. Die klassische Runde misst circa 50–55 km und sammelt je nach Ein- und Ausfahrtsvariante bedeutende Höhenmeter (typisch 1.500–2.000 m). Es gibt eine offizielle Veranstaltung (Sellaronda Bike Day), bei der Straßen zeitweise autofrei sind und viele Radfahrer teilnehmen. Rennradfahrer bevorzugen meist die asphaltierten Passstraßen; für Bikepacker ist die Region ideal bei gutem Wetter und mit entsprechendem Material (berggeeignete Übersetzung, Bremsen). Achtung: Im Hochsommer kann es voll werden; Frühstart oder Wochentagsplanung reduziert Menschenmengen.

  • Länge: ~50–60 km für die klassische Runde; erweiterte Dolomiten‑Routen möglich.
  • Höhenmeter: Je nach Ausgangspunkt & Variante mehrere Hundert bis >1.500 m.
  • Roadbike geeignet: Ja — klassische Sellaronda verläuft auf asphaltierten Pässen.
  • Praktischer Tipp: Wetter beachten (Schnell wechselnd), früh losfahren und Wasser/Verpflegung mitnehmen; Unterkunft in Corvara, Selva oder Canazei möglich.

VenTo / Po‑Tal Radroute

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Großes Po‑Tal‑Radnetz; viele respektive lange, flache Abschnitte sind asphaltiert und für lange Etappen geeignet.

Erweiterte Beschreibung: Das VenTo‑Projekt zielt auf eine sichere, durchgehende Route entlang des Po zwischen Quelle und Mündung; Planungen sprechen häufig von ~679–700 km Gesamtstrecke. Ziel ist es, ein zusammenhängendes Rad- und Fußwegenetz zu schaffen, das sowohl Freizeitradler als auch Pendler nutzt. Auf bestehenden Abschnitten findet man oft breite, asphaltiere Uferwege, Verkehrsarme Landstraßen und gute Verbindungsinfrastruktur in Städten. Für Bikepacking eignet sich die Po‑Ebene hervorragend für lange, flache Etappen, Tagesdistanzen von 120+ km sind möglich für geübte Fahrer. Logistik: zahlreiche Bahnverbindungen kreuzen den Po, was flexible Start-/Endpunkte erlaubt.

  • Länge: Projektumfang ~679–700 km (je Quelle und Ausbaustand).
  • Roadbike geeignet: Ja — viele Po‑Ebene‑Abschnitte sind asphaltiert und eben.
  • Praktischer Tipp: Abschnitte vorab prüfen; Baustellen/Regionale Ausbaustände ändern sich.

Sizilien — ausgewählte Küstenabschnitte

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Auf Sizilien gibt es mehrere etablierte Küsten‑ und Inselrouten; viele Küstenstraßen sind asphaltiert, Inlandabschnitte variieren.

Erweiterte Beschreibung: Sizilien bietet vielfältige Küstentouren: von der felsigen Nordküste über die barocken Städte der Ostküste bis zu langen Sandstränden im Süden/Westen. Viele Küstenstrecken sind asphaltiert und gut für Rennräder geeignet; bergigere, inlandnahe Strecken können jedoch schnellen Wechsel zwischen Asphalt und Schotter bieten. Beliebte Routen sind z. B. die Strecke entlang der Ostküste von Messina nach Syrakus, die Nordwestschleife um Trapani/Palermo oder Rundfahrten um den Ätna. Logistik: Fähren verbinden Inselabschnitte, Zugverbindungen sind vorhanden, aber auf dem Land oft dünn besiedelt — Verpflegung und Wasser einplanen.

  • Roadbike geeignet: Ja (für die asphaltierten Küstenabschnitte; Varianten mit Schotter möglich).
  • Praktischer Tipp: Hitze im Hochsommer beachten; Frühling/Herbst bieten angenehmere Temperaturen; Pump, Werkzeug und Sonnenschutz mitnehmen.

Vergleichstabelle — Roadbike‑Tauglichkeit & Kernfakten

Via Francigena (IT) Aosta → Rom → Süd‑Italien (Varianten) ~1.000+ km variabel No
Ciclovia del Sole (EV7, IT) Alpen → Po‑Ebene → Mittelmeer diverse Abschnitte (mehrere 100 km) teilweise No
Alpe Adria Radweg Salzburg → Adria (Grado/Monfalcone) ~410 km (gesamt) moderat Yes
Via Claudia Augusta (IT) Alpenüberquerung → Südtirol / Veneto Mehrere 100 km (Gesamtprojekt ~700+ km) bergig Yes
Tuscany Trail Toskana ~600–700 km (Edition) mehrere 1000 m No
Sellaronda / Dolomiten Dolomiten (Südtirol / Veneto) ~50–60 km (klassische Runde) intensiv je Tour Yes
VenTo / Po‑Tal Po‑Ebene (West→Ost Abschnitte) mehrere 100 km flach Yes
Sizilien — Küstenabschnitte Sizilien (Ost / Süd / West Küstenvarianten) variiert (100–600 km je Corridor) variabel Yes (für asphaltierten Küstenabschnitt)

Zusammenfassung: "Yes" bedeutet, die Route (oder der benannte Hauptkorridor/Abschnitt) ist dokumentiert als durchgehend asphaltiert oder Radweg‑tauglich für Rennräder. "No" bedeutet es gibt dokumentierte unbefestigte/Gravel/Trail‑Abschnitte oder die Route ist als Gravel/MTB konzipiert.

Mehr Informationen findet ihr hier: